Energiepreise sind nicht hausgemacht
Eine steigende Energienachfrage, die geringe Eigenproduktion und gestiegene Bezugskosten lassen den Energieversorgern wenig Spielraum für ihre Preisgestaltung.
Ursachen steigender Energiepreise
Auf die Energiepreisentwicklung wirken viele Faktoren, so steigt die Nachfrage nach Energie weltweit stetig an, insbesondere in den boomenden Volkswirtschaften wie China, Indien und den USA. Bei knappen Ressourcen führt dies zwangsläufig zu höheren Weltmarktpreisen für Energie – auch für Erdgas.
Importabhängigkeit
Nur 15 Prozent des hierzulande verbrauchten Erdgases können aus eigener Produktion gedeckt werden. Daher sind die deutschen Erdgaspreise in hohem Maß von den Entwicklungen auf dem Weltmarkt abhängig. Die gestiegenen Gasbezugskosten können von den Stadtwerken nicht vollständig durch Effizienzsteigerungen aufgefangen werden. Daher erhöhen sich auch die Erdgaspreise für Endkunden.
Neue Erdgas-Vorkommen oft nur schwer erreichbar
Um die steigende Nachfrage nach Erdgas zu befriedigen, müssen neue Vorkommen erschlossen werden. Diese befinden sich zunehmend in Gebieten, die wegen ihrer geografischen Lage und den klimatischen Bedingungen nur schwer zu erschließen sind (wie die norwegische Barentsee oder der hohe Norden Sibiriens). Die Erdgasversorger investieren hohe Summen in die Exploration, Förderung, Produktion und den Transport.
Staatliche Eingriffe bedingen Kostensteigerungen
Neben den Mehrbelastungen durch die zum 1. Januar 2007 um drei Prozent von 16 auf 19 Prozent gestiegene Mehrwertsteuer (der Anteil der Mehrwertsteuer am Bruttogaspreis erhöhte sich dadurch von 14 auf 16 Prozent) und den ohnehin auf dem Erdgaspreis lastenden Steuern und Abgaben (Stichwort: Ökologische Steuerreform), sorgen Eingriffe wie die Reform der Unternehmenssteuern (Gewerbesteuer und Körperschaftssteuer), für absehbare Mehrbelastungen der Unternehmen und damit auch der Erdgaskunden. Regulatorische Maßnahmen tragen ihr Übriges hierzu bei.
Preisdämpfende Maßnahmen: Die Stadtwerke Wissen fangen Kosten auf
Ziel der Stadtwerke Wissen ist, ein bestmögliches Preis-Leistungs-Verhältnis für ihre Kunden zu garantieren. Die Versorgungsunternehmen setzen alle ihnen zur Verfügung stehenden Instrumente ein, um dies trotz schwieriger Marktbedingungen zu erreichen. Aufgrund aktuell anhaltender Preissteigerungen auf den internationalen Rohstoffmärkten ist eine Weitergabe der Kosten jedoch teilweise unvermeidlich.
Effizienzsteigerung, Rationalisierung und Kostenoptimierung
Grundsätzlich versuchen die Versorgungsunternehmen, höhere Einkaufspreise nicht als Preisanpassung an die Verbraucher weiterzugeben, sondern vor allem durch interne Prozessoptimierungen aufzufangen. Der aktuelle Kostendruck ist bei gleichzeitig witterungsbedingt starken Rückgängen der Absatzmengen jedoch so hoch, dass eine Preiserhöhung mitunter unvermeidbar ist. Nur ein Teil der Kostenerhöhung kann durch interne Rationalisierungsmaßnahmen aufgefangen werden.
Service und zeitgemäße Produkte
Die Stadtwerke Wissen verweisen in diesem Zusammenhang auf das umfangreiche Serviceangebot der Versorgungsunternehmen. So haben sich die Stadtwerke mit alternativen Preismodellen wie dem SWW-Eco-Tarif und dem Angebot der SWW-Eco Online-Tarife (siehe rechte Tabelle) individuell auf ihre Kunden eingestellt. Die seit dem 1. Mai 2007 geltenden Online-Tarife setzen dabei eine vollständige Abwicklung der Geschäftsvorgänge über das Medium Internet voraus. Hierdurch ersparte Prozesskosten kommen den Kunden direkt zugute.
Energieberatung hilft Sparen
Um die Kosten der Verbraucher zu reduzieren und eine effiziente Nutzung von Energie zu gewährleisten, gibt es darüber hinaus ein vielfältiges Energieberatungsangebot.
Unser Energieberater Andreas Schneider, unter Telefon (0 27 42) 93 45-36 erreichbar, unterstützt Sie dabei gern.
